Abfall von Besuchern

Das Gebiet Zürzach umfasst eine Fläche von ca. 15 ha Wiesen und Hecken. Das ganze Gebiet ist im Besitz der Bürgergemeinde Gempen. Es wurde an 9 Landwirte verpachtet und ist eines der interessantesten Gebiete in Gempen und darf als sehr naturnah bezeichnet werden. Der Neuntöter wie auch die Goldammer sind regelmässige Gäste auf dem Zürzach. Natürlich gibt es auch viele Erholungssuchende die diese Landschaft rege geniessen.Leider oft ohne Respekt und Achtung vor der Natur. Siehe Foto

Es ist der Verdienst der Bürgergemeinde, dass der Züzach mit seinen Hecken so erhalten werden konnte. Vor allem in den letzten Jahren haben wir sehr viel investiert, so dass die Landschaft nicht verwaldete und die Hecken gepflegt wurden. An dieser Stelle auch dem Schulheim Sonnhalde unter Leitung von Hr. Wilcke vielen Dank. Sie haben unter Leitung des Revierförster viel Unterhalt geleistet.
Um ein wildes Campieren und Bräteln auf dem Zürzach zu verhindern, wurden Feuerstellen ausgeschieden und diese Plätze wurden vermietet. Der grosse Rummel, der jedoch dadurch entstanden ist sowie die zum Teil doch grösseren Bauten und Lagerstätten, die eingerichtet wurden, führten dazu, diese Plätze von 100 auf ein paar wenige zu reduzieren. Durch diese Reduzierung der Feuerstellen, kamen auch die Verhandlungen mit dem Raumplanungsamt des Kantons wiederum in Gange. Im Hinblick auf eine Vernetzung „Röselen, Ebnet (Gemeinde Nuglar), Schönmatt und Feldlerchenwiese auf der Wacht in Gempen konnte dies nur begrüsst werden. Ausserdem konnte die Waldrandvereinbarung rings um den Zürzach einbezogen werden.

Knabenkraut

Wichtigste Vereinbarungen:
- Schnittzeitpunkt der naturnahen Heuwiesen erst ab 15 Juni.
- Keine Düngung / keine Jaucheausfuhr
- Kein Umpflügen / kein Acker
- Kein Weidegang
- Mehr Sträucher in der Uebergangszone zum Wald
- Höhere Artenvielfalt in der Fauna und Flora
(z.b, Orchis, Schmetterlinge, Neuntöter, Wiedehopf etc.)

Hasenspur im Schnee

Das Kantonale Raumplanungsamt koordiniert und finanziert die Eingriffe und den Unterhalt der Hecken und des Waldrandes. Es legt jeweils auch die Schnittzeitpunkte der Heuwiesen fest was wiederum zu einer wichtigen Vernetzung der einzelnen Naturschutzprojekte gehört.

Neuntöter zwischen Pfosten 4 und 5

Allen Beteiligten, vor allem der Bürgergemeinde, unter der Leitung von Bürgerammann René Vögtli, als Wald und Landbesitzer sowie Kurt Iseli vom Raumplanungsamt Solothurn ein herzliches Dankeschön. Ebenso ein Dankeschön an die Landwirte, die bereit waren dieses Projekt zu unterstützen und somit viel für die Erhaltung der Artenvielfalt auf dem Zürzach beigetragen haben. Mich als zuständigen Förster erfüllt es mit Freude mit anzusehen wie unserer einheimische Fauna und Flora auf dem Gempen somit auch für die Zukunft Sorge getragen wird.
Mögen sich auch in Zukunft die einen oder anderen Landbesitzer dazu bewegen lassen nach ökologischen Grundsätzen zu bewirtschaften.

Revierförster Roger Zimmermann Mai 2009